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Trauung: JA! Aber wie?

In diesem Artikel möchte ich dir einen Überblick verschaffen. Einen Überblick über die Unterschiedlichen Arten und Möglichkeiten zu heiraten. Welche Arten von Trauungen gibt es eigentlich?

Wenn du die Person bist, die den Heiratsantrag bekommen hat, dann schließe kurz deine Augen und erinnere dich zurück. Welches Bild kam bei der Frage aller Fragen in deinen Kopf? Hast du euch vorm Altar in einer großen Kirche gesehen? Oder vor einem rustikalen Traubogen bei einer freien Trauung an einem See?

Wenn du der “Antragsteller” bist, dann denke an den Moment zurück, in dem du dich dazu entschlossen hast, den Antrag zu machen. Wie hast du es dir im Kopf vorgestellt?

Diese “Königsfrage” unter den Liebespaaren ist leider nicht mit einem einfachen JA beantwortet. Denn sie bringt unheimlich viele weitere Fragen mit sich. Eines ist aber nun sicher: Die Tatsache, dass ihr ein Ehepaar werden möchtet. Meiner Meinung nach ist es sinnvoll, die Hochzeitsplanung mit der Frage zu starten, wie man sich denn überhaupt trauen lassen möchte. Soll es eine kirchliche Trauung werden, eine standesamtliche Trauung, beides, oder etwas anderes?

Im Folgenden möchte ich dir die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Trauung aufzeigen und kurz erklären.

Die standesamtliche Trauung

Die standesamtliche Trauung findet meistens in einem eher sachlichen Rahmen statt. Die Ansprache der Standesbeamt*innen sind meistens standardisiert und wenig persönlich. Bei dieser Trauung geht es mehr um die rechtlichen und weniger um die emotionalen Seiten einer Eheschließung.

Meiner Erfahrung nach dauern diese Trauungen in der Regel zwischen 20 und 45 Minuten. Manchmal sind sie sehr persönlich und manchmal sehr formell. Das hängt oft nicht davon ab, wie das Brautpaar die Trauung planen möchte, sondern mehr vom jeweiligen Standesamt. Einige Gemeinden/Städte haben richtig schöne Standesämter, in denen aber oft Aufgrund des Andranges eher “Massenabfertigung” betrieben wird. Was auch verständlich ist, wenn man bedenkt, dass sich zB. im Marmorsaal des Schloss Mirabell in Salzburg an Samstagen je bis zu 15 Paare ihr Ja-Wort geben. In anderen Standesämtern hingegen ist der Trauungs-Saal ein einfacher Sitzungsraum im Gemeindegebäude und es kann auch ein wenig persönlicher werden.

Ich fotografiere auch viele Hochzeiten in Deutschland und weiß, dass es sich hier mit den standesamtlichen Hochzeiten sehr ähnlich verhält.

Die meisten Brautpaare, mit denen ich gesprochen hab und die, für die ich ihre Hochzeit fotografiert hab, haben sich als erster standesamtlich trauen lassen. Ob diese dabei einige Wochen/Monate/Jahre vor der “großen” Hochzeitsfeier, oder am selben Tag stattgefunden hat, war dabei immer unterschiedlich. Welche Vor- und Nachteile die Trauung am selben Tag hat, das erfährst du in wenigen Tagen in einer meiner nächsten Mails! 🙂

Die freie Trauung

Eine freie Trauung wird oft mit einer Trauug IM FREIEN verwechselt. Eine “freie Trauung” ist eine eigene Art der Trauung. Im Freien kann man sich sowohl standesamtlich, kirchlich, als auch “frei” vermählen lassen.

Die Kirche bietet zwar für eine Hochzeit einen angemessenen feierlichen Rahmen, doch vor allem Paare, die aus der Kirche ausgetreten sind, unterschiedlichen Religionen angehören, oder Paare, die sich eine individuelle Trauung vorstellen, wünschen sich für ihren großen Moment eine noch persönlichere Alternative für ihre Trauung.

Eine Freie Trauung bietet euch alles: eine Zeremonie, die ganz auf eure Vorstellungen und Wünsche abgestimmt ist. Ob in feierlichem Rahmen, in der freien Natur, ganz ungezwungen, religiös oder weltlich. Bei dieser Trauung ist man auch an keinen Ort gebunden. Man kann die Trauung zB. dort abhalten, wo auch die Hochzeitsfeier stattfindet. Bei schönem Wetter unter freiem Himmel auf einer Wiese oder direkt am See / Meer, in einer romantischen Scheune, an einer Lichtung im Wald oder in einer Location mit tollem Blick auf die Skyline einer Großstadt. Eurer Phantasie sind bei einer freien Trauung keine Grenzen gesetzt.

Die freie Trauung steht allen Paaren gleichermaßen offen. Ganz unabhängig der Religionszugehörigkeit oder eurer Weltanschauung. Damit diese Trauung zu einem vollen Erfolg wird, empfehle ich euch ganz klar, dafür professionelle Trauredner*innen zu engagieren. Diese treffen sich im Laufe der Hochzeitsvorbereitung mit dem Paar, meistens auch mit den Partnern einzeln, um eine individuelle Zeremonie (und Rede) zu gestalten.

Ich hab schon viele Trauungen erlebt, sowohl standesamtlich, frei, als auch kirchlich. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die freien Trauungen immer die emotionalsten und schönsten waren. Die Lovestory des Paares kann so wunderbar und so emotional eingebaut werden und die ganze Trauung einzigartig machen. Ich hatte bei freien Trauungen hinter der Kamera selber schon Tränen in den Augen. Teilweise Tränemn vor Lachen, weil die Zeremonie so humorvoll war. Andererseits, weil die Traurede so unglaublich emotional war.

Die kirchliche Trauung

Bei der kirchlichen Trauung spielt es letzten Endes keine Rolle, welcher Religion ihr angehört. Jede Religion und jeder Glaube hat seine eigenen “Rahmen” für Hochzeiten. Es ist wichtig zu wissen, dass diese Trauungen vor den Behörden keine Rechtsgültigkeit haben. Eine kirchliche Trauung ist in Ländern wie Österreich, Deutschland, der Schweiz, in Frankreich und anderen also “nur” kirchenrechtlich gültig.

Die meisten Paare, die sich für eine kirchliche Trauung entscheiden, haben ohnehin auch eine standesamtliche Trauung. Das Ja-Wort in der Kirche gebt ihr euch in den meisten Fällen für euch. Um eure Liebe zueinander auch vor Gott zum Ausdruck zu bringen.

Kirchliche Traungen können ganz unterschiedlich ausfallen. Einerseits kann es eher ruhig und Gottesdienst-ähnlich sein. Andererseits kann die Zeremonie mit viel Musik begleitet und sehr feierlich sein. Das hängt auch immer von der Kirche und vor allem vom jeweiligen Pfarrer/Pastor/Geistlichen ab.

Als Hochzeitsfotograf möchte ich euch für eine kirchliche Trauung noch einen wichtigen Hinweis geben: Manche Pastoren sind, wie ich es bezeichnen würde, “alteingesessen” und lassen es nicht zu, dass während der Zeremonie fotografiert oder gefilmt wird. Bitte klärt das mit eurer Pfarre im Vorhinein ab. Dann kommt es am Hochzeitstag nicht zu bösen Überraschungen. Ich hab zum Glück bisher erst eine Trauung miterlebt, bei dem der Pfarrer strikt darauf bestanden hat, dass ich nicht nach vorne gehen darf. Das Brautpaar wusste das im Vorhinein und das war auch OK so für sie. Fragt bitte auch bei eurem potentiellen Fotografen nach, ob er denn in der Kirche einen Blitz verwenden möchte. Denn das ist in vielen Pfarren nicht gerne gesehen und dann kann euer Dienstleister schnell “verwiesen” werden. Ich persönlich finde Blitzen bei der Zeremonie ohnehin ein No-Go und arbeite vor allem bei den Zeremonien ausschließlich ohne Blitz. Denn das stört meiner Meinung nach die ganze Feierlichkeit, wenn ständig Blitzlichtgewitter ist, wie bei einer Pressekonferenz der Bundesregierung.

Ich bin gespannt, für welche Trauung(en) ihr beide euch entscheidet! 🙂

Im nächsten Artikel geht es um die unterschiedlichen Stile der Hochzeit, um Bräuche & Traditionen und darum, wo ihr Inspirationen für euren großen Tag finden könnt.

Bis dann, euer Michael.

 

Hi, ich bin Michael!